Im Folgenden ein neuer Reisebericht unseres Mitglieds Johannes, der gemeinsam mit Guido und Sigrid über Ostern einen spontanen Ausflug nach Split (Kroatien) unternommen hat… Viel Spaß beim lesen !

Vom Ostersonntag auf den Ostermontag kamen Guido Eichenlaub, Sigrid Menzel und ich in den Genuss eines wunderbaren und vor allem sehr spontanen Fluges nach Split, Kroatien.

Am Vorabend rief mich Guido überraschend an und teilte mir mit, dass Sigrid und spontan und kurzfristig zu Besuch von guten Freunden nach Split fliegen möchten. Die beiden wollten mir als `Fliegerneuling´ die Möglichkeit bieten mitzufliegen und dann natürlich auch für die ein oder andere Teilstrecke selbst das Steuerhorn zu übernehmen. Natürlich habe ich meine Planungen für das Osterwochenende spontan abgesagt… solch eine Chance konnte ich mir nicht entgehen lassen…!

Mit unserer Piper PA28 (D-EFXF) flogen wir dann am Ostersonntag früh bei bestem Wetter in EDTS los. Ab Konstanz ging es im Steigflug über die Mitte des Bodensees Richtung Bregenz. Von dort aus nahmen wir in ca. 11.000 Fuß Höhe Kurs Richtung Arlberg. Weiter ging es nördlich an Bozen vorbei, dann knapp über die Dolomiten und im Sinkflug weiter Richtung Nord-Ost-Italienischer Küste. Die Highlights dieser Alpenüberquerung waren unter anderem der Kaunertaler Gletscher sowie das faszinierende Panorama der Dolomiten.

Über die Lagunenstadt Grado flogen wir zur Zwischenlandung (Tanken und Zoll) nach Portoroz. In Portoroz konnten wir noch die wunderbare slowenische Altstadt von Piran überfliegen, bevor es zum Endanflug auf die Piste 15 überging. Der Flug an der kroatischen Küste entlang war die bis dahin mit Abstand beeindruckendste Flugerfahrung, welche ich als PIC erleben durfte. Das Inselpanorama und die klare Sicht an diesem Tag waren einfach nur gigantisch! Durch den geringen Flugverkehr und beste Sichtverhältnisse konnten wir aus niedriger Höhe die Landschaft genießen.

Auch die Landung in Split war ein Abenteuer. Zwar hatte Guido zuvor hartnäckig einen Stellplatz über Nacht angefragt, da der benachbarte Flugplatz ´Brac` am Osterwochenende geschlossen hatte. Der Stellplatz war auch kurz zuvor bestätigt worden – allerdings ein Missverständnis in der Datumsangabe…

Kurzerhand wurde umdisponiert und ein Graslandeplatz in den Bergen nahe Sinj gefunden. Während Guido die Maschine also zu besagtem Übernachtungsstellplatz flog organisierten Sigrid und ich einen Mietwagen um ihn abzuholen. Etwas Sorgen machten uns an diesem Abend die vielen Menschen, die auf dem Flugplatz Sinj spielten, picknickten und feierten. Auch auf der Landebahn – und unsere Maschine stand mittendrin. Der Flugplatz war zwar geöffnet und abgesperrt, doch anscheinend wird das dort etwas lockerer als in unseren Breiten gesehen.

Nach einem sehr netten Besuch und einem Stadtbummel in Split ging es am nächsten Morgen (mit einer völlig intakten Maschine) wieder zurück in Richtung Heimat. Der Rückflug war in keiner Weise weniger spannend. Nicht nur dank des enormen Rückenwindes war die Reise sehr kurzweilig. Zu den Highlights gehörte die Landung auf der kleinen Insel Losinj oder der Überflug des Timmelsjochs und des Ötztals. Voller toller Eindrücke und noch begeisterter von der Fliegerei kam ich dann hundemüde wieder zu Hause in Schwenningen an. Was für ein Erlebnis!

Hier gibt es ein paar Bilder zu diesem Ausflug..

Johannes Dreher